Mitglied im Landesverband Bayern der Schwerhörigen und ErtaubtenAuswirkung der Hörschädigung:Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuerIst es wirklich so schlimm, wenn man nicht richtig verstehen kann?Ja, wer betroffen ist, kann dies bestätigen.Ein Neugeborenes ohne Gehör kann die Laut-Sprache nicht erlernen.Schwerhörige Kinder, müssen sich viel mehr konzentrieren als gut hörende, um möglichstviele Informationen aufzunehmen. Sie sind deshalb oft schnell müde und werden dann als faulabgestempelt. Bei so manchen Spielen werden sie ausgegrenzt, weil sie nicht richtig verstehenkönnen und damit dem Spielverlauf nicht richtig folgen können.Die Berufswahl ist immer eingeschränkt, je nach Hörvermögen und optimaler Versorgung.Auch im Erwachsenenalter führt die Schwerhörigkeit oftmals zu erheblichen Kommunikations-defiziten. „Ein bisschen weniger zu hören“ fällt spätestens dann negativ auf, wenn jemand demZusammenhang nicht mehr folgen kann und aus diesem Grund auch manchmal falscheAntworten gibt.Dann wird der Schwerhörige belächelt und fälschlicherweise als geistigminderbemittelt eingestuft.Dadurch wird das Miteinander durch falsches Verstehen erheblich erschwert. Das Zuhören, kostet dem Schwerhörigen enorme Kraft, denn er hört nicht nur leiser sondernauch anders. Einige Konsonanten und insbesonders Zischlaute wie das „sch“ werden über-haupt nicht mehr richtig gehört, da die Frequenzen für diesen Laut einfach für denGeschädigten nicht mehr wahrnehmbar sind. Der Schwerhörige muss also aus den akustisch wahrgenommenen Sprachfragmenten, ausGestik und der Mimik des Sprechers ein sprichwörtliches Puzzle zusammensetzen um denZusammenhang zu verstehen und das braucht Zeit.Daher reißen manche Schwerhörigen das Gespräch an sich um nur ja nicht Zuhören zumüssen. Um Missverständnissen vorzubeugen wird der Schwerhörige versuchen Gespräche zuvermeiden oder ein Begreifen vorzutäuschen. Der Normalhörende bemerkt so etwas sehrschnell, dass hier etwas nicht richtig verstanden wurde und ohne entsprechende Hintergrund-informationen wird er Ignoranz seitens Schwerhörigen vermuten.Der Schwerhörige tut sich also gut daran seine Hörbeeinträchtigung schon vor dem Gesprächzu erwähnen. Geschieht dies nicht, muss der Hörbehinderte sich damit abfinden nicht ernstgenommen zu werden. Je nach sozialem Umfeld, der Einstellung der Familie, dem Verhalten der Lehrkräfte in denSchulen und dem Umgang mit den Arbeitskollegen(innen), wirkt sich diese Kommuni-kationsstörung auf den Hörgeschädigten mehr oder weniger schlimm aus. Wenn ein Schwer-höriger sich nicht verstanden fühlt, wird er sich immer mehr in die falsche Richtung derSelbstisolation begeben, da er Angst und Scham empfindet durch sein Nichtverstehen negativaufzufallen. Um Gespräche zu vermeiden, wird der Schwerhörige sich immer mehr aus seinemsozialen Umfeld zurückziehen. Veranstaltungen sind für den Hörbehinderten dann kein Genussmehr, sondern nur noch eine enorme Belastung. Ohne Hilfe von außen vereinsamt derSchwerhörige.Daher sind Depressionen nicht selten eine Folgeerscheinung der Hörgeschädigten.Eine solche unfreiwillige „Einzelhaft“ kann enorm belastend für die Psyche des Geschädigtensein und führt in extremen Fällen nicht selten zum Suizid.